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Thema: Coronavirus 2019 / 2020


Maskenpflicht Coronavirus Informationen für Schleswig-Holstein


Datum 22.04.2020



Ab dem 29. April muss jeder Bürger beim Einkaufen oder im Bus eine sogenannte Mund-Nasen-Bedeckung tragen.


Ab dem 29. April ist das Tragen eines Mundschutzes in Geschäften sowie im Öffentlichen Nahverkehr verpflichtend.                                                                                                                                      © Staatskanzlei


Ministerpräsident Daniel Günther macht es vor: In Zukunft ist die Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften sowie in Bus und Bahn Pflicht. Darauf hat sich die Landesregierung nun in ihrer Kabinettssitzung verständigt. "Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung trägt dazu bei, dass wir schrittweise wieder ins öffentliche Leben zurückkehren können. Es kann helfen, andere Menschen wie beispielsweise Verkäuferinnen und Verkäufer in den Geschäften zu schützen", sagte Günther. Die Landesregierung sei sich bewusst, dass professionelle Schutzmittel noch immer ein knappes Gut seien und diese Ärzten und Pflegepersonal vorbehalten sein müssten. "In Schleswig-Holstein wird daher ausdrücklich auch eine Bedeckung mit Stoffmasken, Tüchern oder Schals möglich sein, die bei den meisten Menschen ohnehin vorhanden sind."

Formaler Erlass folgt

Dabei sind viele Arten von Mund-Nasen-Bedeckungen möglich – von aus Stoff genähten Bedeckungen über Schals, Tücher oder anderweitige Stoffzuschnitte. Wichtig ist vor allem, dass diese Mund und Nase vollständig bedecken. Günther teilte mit, ein entsprechender formaler Erlass solle am Freitag beschlossen und veröffentlicht werden. Mit der Vorankündigung gebe die Landesregierung den Bürgerinnen und Bürgern Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen.

Abstandsregeln gelten weiter

Gesundheitsminister Heiner Garg appellierte an die Menschen, sich auch weiterhin an die Hygiene-Regeln zu halten und das Abstandsgebot zu beachten. Nur wenn alle Schutzvorkehrungen gemeinsam beherzigt würden, seien diese wirklich wirksam. Zu den Bereichen im Einzelhandel, bei denen eine Pflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung bestehen soll, gehören auch die überdachten Flächen von Einkaufszentren und Verkaufs- oder Diensträume von Handwerkern.

Hinweise zum Tragen der Maske

Beim Tragen ist darauf zu achten, dass Mund und Nase beim Aufenthalt in den genannten Bereichen bedeckt bleiben. Stoff-Schutzbedeckungen sollten nach Gebrauch heiß gewaschen werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat auf ihrer Internetseite ein Merkblatt zum richtigen Umgang herausgegeben.  

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Empfehlungen und Wissenswertes zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen


Ausnahmen sind möglich

Von der Pflicht ausgenommen werden sollen Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr, das Fahrpersonal im Öffentlichen Personennahverkehr sowie Taxifahrer. Außerdem können sich Menschen von der Pflicht befreien lassen, wenn sie aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Notwendig ist dafür eine ärztliche Bescheinigung.

Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die keine der Ausnahmen zutreffen, ist das Betreten oder Nutzung der Geschäfte oder des ÖPNV-Angebote nicht gestattet.

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meine ärztliche Sicht dazu:


Es kann nicht im Interesse des Infektionsschutzes sein, viele Menschen von der Maskenpflicht zu befreien. Erst wenn definitiv keine Mund-Nasen-Bedeckung, auch eine sogenannte Alltagsmaske getragen werden kann, weil dadurch die Atmung erheblich beeinträchtigt wird, ist eine Bescheinigung ärztlicherseits ausstellbar.

Psychische Erkrankungen, insbesondere Patienten mit Demenzerkrankungen, sind gesondert zu betrachten.


Ziel sollte es sein, dass jede und jeder zum Schutz von sich selbst und anderen gegenüber das maximal Mögliche beiträgt. Und dazu zählt auch die Mund-Nasen-Maske !


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Ist COVID-19 schlimmer als Influenza ?


Ganz klar: Ja !

Für viele wird die Infektion relativ blande verlaufen. Aber für mindestens 5% der Infizierten wird der Verlauf sehr ernst, ja lebensbedrohlich velaufen. Wenn diese Verläufe sich massiv häufen, kommt das Gesundheitswesen schnell an seine Grenzen. Das neue Corona-Virus versacht insbesondere bei vorerkrankten und älteren Menschen eine "schwere akute respiratorische Erkrankung" -SARS- im Sinne einer massiven Lungenentzündung, die den Gasaustausch erheblich beeinträchtigt und letztlich zum Multiorganversagen führen kann.

Die alljährliche Influenza kann auch zu schweren Verläufen führen, verläuft aber in der überwiegenden Zahl der Fälle ohne Lungenentzündung. Trotzdem sterben in jedem Jahr schätzungsweise mindestens 10000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Influenza. In der Grippesaison 2017/18 waren es sogar mehr als 25000 Todesfälle in der Bundesrepublik.

Diese Todesfälle stehen der Zahl der Infizerten mit ca. 3,5 Mio. gegenüber.

Sterberate: ca. 0,7%.

Die Zahl der gleichzeitig zu hospitalisierenden Menschen wäre bei einer massiven ungebremsten COVID-19-Ausbreitung viel höher im Vergleich zur Influenza.

Deshalb sind die von Landes- und Bundesregierung veranlaßten Verordnungen aus ärztlicher Sicht eindeutig zu untertützen und auch durchzusetzen.


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Thema Impfungen:


...wir denken kaum noch an gefährliche Infektionskrankheiten, weil sie in Europa nur noch selten auftreten. Kinderlähmung, Diphtherie, Keuchhusten, Tuberkulose kommen kaum noch vor. So sind wir besonders in Deutschland leichtsinnig geworden und schätzen den Wert von Impfungen als gering ein. Fakt ist jedoch, daß das Zurückdrängen von Infektionserkrankungen auf das Impfen zurückzuführen ist. Die für uns nur noch aus der Historie bekannte Pockenerkrankung ist ein gutes Beispiel für erfolgreiches Impfen. Diese Erkrankung gilt als ausgerottet. Daß Europa seit mehr als zwanzig Jahren poiiofrei ist, hängt mit der breiten Impfkampagne seit den 60er Jahren zusammen.


Skeptiker meinen, daß Impfungen Allergien erzeugen und schwere Nebenwirkungen zeigen. Fakt ist jedoch, daß Impfstoffe zu den bestuntersuchten Arzneimitteln gehören, streng vom Paul-Ehrlich-Institut geprüft  und dann erst zugelassen werden. Für evtl. schwere Nebenwirkungen haftet das Land, vorausgesetzt von ärztlicher Seite ist alles korrekt durchgeführt worden.


Bis heute konnten keine Zusammenhänge zwischen  Neurodermitis, Allergien und anderen gesundheitlichen Störungen und der Anwendung von Impfstoffen gezeigt werden.


Bei den heute verwendeten Impfstoffen handelt es sich vielfach um Spaltimpfstoffe. Diese Impfstoffe können selbst keine Erkrankungen auslösen. Die Impfstoffe tragen quasi nur den "Fingerabdruck" krankmachender Erreger. Das Immunsystem antwortet mit der Bildung von Antkörpern und baut ein Gedächtnis gegen Erkennungsmerkmale krankmachender Erreger auf.


Warum werden häufig Kombinationsimpfstoffe verwendet?


Es hat sich herausgestellt, daß die Immunantwort stärker ist, wenn bestimmte Impfstoffe in Kombination verabreicht werden. So ist die Impfung gegen Tetanus allein nicht empfohlen. Gängige Praxis ist die Kombination mit Diphtherie und evtl. Poliomyelitis und Keuchhusten/Pertussis.


Achten Sie auf einen guten Impfschutz!

Alle zehn Jahre sollten Sie sich gegen Tetanus und Diphtherie impfen lassen.

Bei einer größeren Verletzung, die chirurgisch versorgt werden muß, wird nicht gezögert, bei fraglichem Schutz diesen sofort nachzuholen, weil es gegen Tetanus keinerlei Behandlungsmöglichkeit gibt.