Arztpraxis Ulrich Fiedler

medizinische Versorgung auf dem Lande...


"Why should I be studying for a future that soon may be no more,when no one is doing anything to save the future ?"

Greta Thunberg, 16 Jahre - Initiatorin "Fridays for Future"



Der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen, zu viele erdrückende Fakten und wissenschaftlich fundierte Daten liegen auf dem Tisch. Meiner Überzeugung nach kann jede und jeder von uns zum Klima- und Umweltschutz einen Beitrag leisten. Als Arzt bin ich noch mehr davon überzeugt, dass dies unser aller Gesundheit dient. Der Zusammenhang z. B. zwischen hohen Abgasbelastungen und Atemwegs-erkrankungen ist unbestreitbar. Jährlich sterben auch in Deutschland Menschen durch hohe Stickoxid-belastungen in Städten mit hoher Verkehrsdichte, Rußpartikel sind längst als Gesundheitsrisiko indentifiziert. Jede Redukton dieser Belastungen kann sich längerfristig günstig auf Gesundheit und Lebensqualität aller auswirken. So ist es durchaus auch ein gesundheitlicher Aspekt, auf das verbren-nungsmotorisierte Fahrzeug, das vielen von uns zu sehr zur liebsten Sache geworden ist, hin und wieder zu verzichten. Fahrstrecken von unter fünf Kilometern sind vielfach auch mit dem Fahrrad zu bewältigen. (Nebenbei ist der Verschleiß insbesondere bei kalten Temperarturen hoch und Abgasreinigungsanlagen - Katalysatoren - arbeiten in diesen Bereichen, wenn überhaupt, nur unzureichend.

Hinzu kommt der positive Aspekt körperlicher Bewegung, die ebenfalls wissenschaftlich untermauert, positive gesundheitliche Auswirkungen besitzt.

Wenn ich am Anfang Greta Thunberg zitiere; sie verdient meinen Respekt und Unterstützung. Selbst stamme ich aus der vom Braunkohleabbau gebeutelten Lausitz. Dass wertvolle Landschaften nicht dem unbegrenzten Kohleabbau zum Opfer gefallen sind, ist dem politischen Umsturz von 1989 in der DDR zu verdanken. Dieser Umbruch 1989 ist auch auf die Umweltbewegung in der DDR, v. a. unter dem Dach der evangelischen Kirchen, gegründet.

Es ist mir ein sehr wichtiges Anliegen, ganz persönich den eigenen Lebensstil zu hinterfragen, liebgewordene Gewohnheiten aufzugeben. Ich bin sogar davon überzeugt, dass man dadurch mehr Lebensqualität gewinnen kann - zum Wohle unserer Umwelt und von uns allen.

Und so ergeben sich noch weitere Aspekte, die in diesem Kontext zu erwähnen sind.

Der enorm hohe Fleischkonsum in Deutschland und anderen Industriestaaten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheit, aber auch auf unsere Umwelt. Dass insbesondere Fleisch, aber auch Milch leider viel zu häufig viel zu billig in Supermärkten verkauft werden, damit ein enormer Druck auf Landwirte, aber auch auf die Agrarflächen ausgeübt wird, ist unbestritten. Jeder von uns kann durch vernünftiges Verhalten und bewußtes Einkaufen einen Beitrag zum Umsteuern leisten.

"Weniger ist mehr !"

Ich weiss, dass diese Zeilen Unbehagen oder vielleicht auch Widerspruch hervorrufen könne. Mögen sie es tun !

Veränderung ist notwendig und auch möglich.


Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten,

die viele kleine Dinge tun,

können das Gesicht der Welt verändern.

aus Afrika

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Gesundheit braucht Klimaschutz!


Die Klimakrise ist eine existenzielle Bedrohung der Menschheit und zugleich die größte Gefahr für die menschliche Gesundheit. Und: Es bleibt uns nur noch wenig Zeit zu handeln.

Als Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Therapeutinnen und Therapeuten, Studierende und Auszubildende der Gesundheitsberufe und Beschäftigte im Gesundheitssektor haben wir eine besondere Verantwortung. Wir müssen deutlich machen, dass es sich hier um einen medizinischen Notfall handelt: Ein intaktes Klima und Ökosystem sind unabdingbare Voraussetzungen für menschliche Gesundheit und Wohl­ergehen. Wir müssen für Klimaschutz aktiv werden – persönlich, beruflich, gesellschaftlich, politisch.

Wir treten dafür ein, dass

  • die „Behandlung“ der Klimakrise und ihrer Folgen für die Gesundheit eine zentrale Aufgabe des Gesundheitssektors wird,
  • die Ziele des Pariser Abkommens und der 1,5°C‑Begrenzung eingehalten werden,
  • Deutschland bis 2035 klimaneutral wird,
  • die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels bei sämtlichen Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt werden,
  • das Thema Klimawandel und Gesundheit in den Curricula der Aus-, Fort- und Weiterbildungen der Gesundheitsberufe verpflichtend verankert wird.

Wir unterstützen Fridays for Future.

Wir rufen alle in Gesundheitsberufen Tätigen dazu auf mitzumachen. Beteiligen Sie sich oder veranstalten Sie eigene Aktionen für unser gemeinsames Ziel:


Gesunde Menschen auf einem gesunden Planeten



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